Geschichte

Die Geschichte der djk Nieder-Olm

Hinter den drei Buchstaben djk verbirgt sich auf den ersten Blick ein etwas altmodischer Begriff — djk steht für „Deutsche Jugendkraft“. Viele können heute mit diesem Namen nur wenig anfangen — dabei ist die djk im deutschen Sport eine feste Grösse. Die Abkürzung steht für den katholischen Sportverband in Deutschland, der sich inzwischen ökumenisch geöffnet hat, und heute viele evangelische und nichtchristliche Mitglieder in seinen Reihen zählt. Die djk ist offen für alle, die sich mit ihrem Ziel identifizieren können, jungen Menschen Gelegenheit und Raum zu bieten, sich auf der Grundlage des Christentums gesamtmenschlich zu entfalten.

Der Verband wurde 1920 gegründet und zählte Anfang der 1930er Jahre circa 600.000 Mitglieder. 1934 wurde die djk von den Hitlerbehörden verboten, da sich der Verband weigerte mit dem NS Regime zusammen zu arbeiten. Viele Repräsentaten der djk landeten in Gefängnissen und Konzentrationslagern, der damalige Vorsitzende Adalbert Probst wurde von den Nationalsozialisten ermordet.

1947 wurde die djk als katholischer Bundesverband für Leistungssport und Breitensport wiedergegründet, und trat dem Deutschen Sportbund (DSB) bei. Alle djk Vereine sind Mitglieder im DSB und in den einzelnen Fachverbänden. Heute ist die djk mit etwa 500.000 Mitgliedern wieder eine starke Gemeinschaft, und für die geistige Entwicklung des Sports in Deutschland ein besonderer Faktor. Etwa 1250 Sportvereine bieten rund 50 verschiedene Sportarten an.

Neben dem Sport geht es der djk auch darum, das Gemeinschaftsgefühl ihrer Mitglieder stärken, damit jeder einzelne lernt Verantwortung zu übernehmen für sich, seinen Körper, seine Gesamtentwicklung, und für die Menschen in seiner Umgebung. Aus Sicht der djk geht es beim Sport nicht nur um den Körper, sondern auch um die menschliche Seele, kurz gesagt: um die gesamtmenschliche Entfaltung. Die Quelle für ihr Engagement sieht die djk in ihrer Eingebundenheit in das Christentum.

Die djk Nieder-Olm wurde erstmals 1919 gegründet, und bot bis 1925 zunächst nur Fussball als Sportart an, später kam eine Abteilung für Handball hinzu. Auch die djk Nieder-Olm wurde 1934 von den Nationalsozialisten verboten, und musste ihren Spielbetrieb aufgeben. Am 14. März 1985 wurde der Verein wiedergegründet, wobei diesmal Basketball als Hauptsportart neben einer Abteilung für Freizeitsport und Gymnastik gewählt wurde. Später kamen noch Abteilungen für Schach und Tanzen hinzu. 1988 zählte die djk Nieder-Olm bereits 320 Mitglieder, und die Entwicklung zeigte weiterhin aufwärts.

Während die Mitgliederzahl inzwischen auf etwa 500 gestiegen ist, hat sich die djk Nieder-Olm zwei Hauptziele gesetzt: Basketball als Leistungssport zu betreiben, und daneben den Sportbegeisterten in der Abteilung Freizeitsport ein vielfältiges Angebot zu machen. Seit einiger Zeit wird dieses Angebot in Richtung Gesundheitssport ausgebaut. Die Abteilung Basketball ist mittlerweile auf 16 Teams angewachsen, damit zählt die djk Nieder-Olm zu den großen Basketball-Vereinen in Rheinland-Pfalz. Mit dem Aufstieg der Herren 1 in die Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar in der Saison 2003/2004 erfüllte sich für die djk Basketballer ein lang gehegter Traum — das Interesse an den Nieder-Olmer Basketball Drachen dürfte auch weiterhin zunehmen.